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Laufzeit: 1h 51' · VPS: 20:00
Barfuss
Wie schon so oft wird Nick auch diesmal bereits nach 24 Stunden wieder vor die Tür gesetzt. Immerhin aber hat er an diesem Tag eine gute Tat vollbracht: Er hat die junge Leila (Johanna Wokalek) davor bewahrt, sich in der Dusche aufzuhängen. Leila wurde fast zwei Jahrzehnte lang von ihrer Mutter von der Aussenwelt abgeschottet. Deshalb ist sie unfähig, den hektischen Alltag ausserhalb der Klinik zu meistern. Zu ihrem Lebensretter fühlt sie sich aber sofort hingezogen, und so schleicht sie sich aus der geschlossenen Anstalt und folgt ihrem entlassenen Retter. So hat Nick nun neben Geldsorgen auch noch ein anderes Problem: Die barfüssige Leila läuft ihm einfach hinterher und weicht ihm nicht mehr von der Seite.
Bei Til Schweigers Märchen «Barfuss» konnte sich «Der Spiegel» insbesondere für Schauspielerin Johanna Wokalek erwärmen: «Wie ihre Leila durch strähnige Haare schielend die Welt entdeckt, kindlich lächelt oder plötzlich, ganz Frau, für ihre Liebe kämpft - das sind die Momente, die 'Barfuss' wirklich das Märchenhafte, Poetische verleihen, das sich Schweiger für seinen Film wünschte».
Frauenschwarm Schweiger, der sich seit seiner Rückkehr aus Hollywood vor allem auch um eine Karriere als Regisseur bemüht, gelang mit «Barfuss» ein zwar eher leichtgewichtiges, aber nichtsdestotrotz sympathisches Märchen um zwei Menschen, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft eine unerwartete Allianz bilden. Jeweils durch den anderen herausgefordert entdecken sie Seiten an sich, die allzu lange verschüttet waren. Es ist auch nicht zu viel gesagt, wenn man verrät, dass der Gefühlsüberschuss schliesslich in Liebe münden wird. Das Hauptaugenmerk des Filmes gilt aber nicht Til Schweiger, der gerade seine Ernennung zum «Tatort»-Kommissar bekannt geben konnte, sondern Darstellerin Johanna Wokalek, die mit «Barfuss» ihren eigentlichen Durchbruch feiern konnte.

Johanna Wokalek als Leila, Til Schweiger als Nick Keller (Copyright SRF/Buena Vista International)
Spielfilm · DE 2005
Nick Keller ist einer jener Männer aus reichem Haus, die zwar immer aufbegehren, aber nie gelernt haben, auf eigenen Beinen zu stehen. In einer psychiatrischen Klinik als Putzkraft angestellt bewahrt er die labile Leila vor dem Selbstmord, woraufhin ihm die lebensuntüchtige Frau auf Schritt und Tritt folgt. Er wird sie auch nicht los, als man ihn aus der Klinik jagt und er sich auf die Fahrt zu seinen reichen Eltern begibt. Für «Barfuss» stand Til Schweiger nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Als Entdeckung dieser melancholischen Komödie wurde allerdings nicht das Regietalent des Stars gefeiert, sondern Darstellerin Johanna Wokalek, die mit ihrer Darstellungskunst «Barfuss» zu einer anrührend märchenhaften Note verhalf.
Nick Keller (Til Schweiger) hätte eigentlich alles, um sein Leben glücklich und erfolgreich meistern zu können: steinreiche Eltern, umwerfendes Aussehen und Grips in der Birne. Gleichwohl fällt er vor allem durch Renitenz auf, und nichts auf der Welt würde ihn dazu bewegen, den Eltern nachzueifern und als reicher Spiesser das Leben eines Konsumzombies zu führen. Lieber hangelt er sich von einem Ein-Euro-Job zum nächsten. So kommt er eines Tages auch an eine psychiatrische Klinik, wo er als Lakai des Hausmeisters (Jürgen Vogel) die weiten Flure der Nervenheilanstalt zu fegen hat.
Wie schon so oft wird Nick auch diesmal bereits nach 24 Stunden wieder vor die Tür gesetzt. Immerhin aber hat er an diesem Tag eine gute Tat vollbracht: Er hat die junge Leila (Johanna Wokalek) davor bewahrt, sich in der Dusche aufzuhängen. Leila wurde fast zwei Jahrzehnte lang von ihrer Mutter von der Aussenwelt abgeschottet. Deshalb ist sie unfähig, den hektischen Alltag ausserhalb der Klinik zu meistern. Zu ihrem Lebensretter fühlt sie sich aber sofort hingezogen, und so schleicht sie sich aus der geschlossenen Anstalt und folgt ihrem entlassenen Retter. So hat Nick nun neben Geldsorgen auch noch ein anderes Problem: Die barfüssige Leila läuft ihm einfach hinterher und weicht ihm nicht mehr von der Seite.
Bei Til Schweigers Märchen «Barfuss» konnte sich «Der Spiegel» insbesondere für Schauspielerin Johanna Wokalek erwärmen: «Wie ihre Leila durch strähnige Haare schielend die Welt entdeckt, kindlich lächelt oder plötzlich, ganz Frau, für ihre Liebe kämpft - das sind die Momente, die 'Barfuss' wirklich das Märchenhafte, Poetische verleihen, das sich Schweiger für seinen Film wünschte».
Frauenschwarm Schweiger, der sich seit seiner Rückkehr aus Hollywood vor allem auch um eine Karriere als Regisseur bemüht, gelang mit «Barfuss» ein zwar eher leichtgewichtiges, aber nichtsdestotrotz sympathisches Märchen um zwei Menschen, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft eine unerwartete Allianz bilden. Jeweils durch den anderen herausgefordert entdecken sie Seiten an sich, die allzu lange verschüttet waren. Es ist auch nicht zu viel gesagt, wenn man verrät, dass der Gefühlsüberschuss schliesslich in Liebe münden wird. Das Hauptaugenmerk des Filmes gilt aber nicht Til Schweiger, der gerade seine Ernennung zum «Tatort»-Kommissar bekannt geben konnte, sondern Darstellerin Johanna Wokalek, die mit «Barfuss» ihren eigentlichen Durchbruch feiern konnte.
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