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Laufzeit: 1h 32' · VPS: 23:15
DelikatessenMiffo - Da Braut sich was zusammen
(Miffo)Gleich in der ersten Woche wird er von einer Bande Halbwüchsiger ausgeraubt und von diversen Bewohnern der Siedlung blossgestellt. Verständnis für seine Probleme kann er weder von seinen Eltern noch von seinen Freunden erwarten, die ihn wegen seiner Berufswahl schlicht einen «Miffo», einen Dummkopf, nennen. Er ist nahe daran aufzugeben, als er der ungestümen Zynikerin Carola begegnet. Sie raucht Ketten, lebt von Sozialhilfe und sitzt im Rollstuhl, aber ihre Lebenslust ist ansteckend. Tobias verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch dann krebst er auch schon wieder zurück, denn was würden seine Eltern zu einer solchen Beziehung sagen? Und missbraucht er mit dieser Verbindung nicht seine Stellung als Carolas Priester? Tobias' Zaudern verletzt Carola tief, und die grosse Liebe scheint zum Scheitern verurteilt.
Es geht in Daniel Lind Lagerlöfs Romanze «Miffo» um ein Art «culture clash» zwischen den Gesellschaftsschichten und um Vorurteile und Tabubrüche aller Arten. Das Branchenblatt Variety meint zum Film: «'Miffo' stellt die üblichen Klischees des Genres auf den Kopf, und was dabei herausgekommen ist, ist erfrischend und geht ans Herz.» Lakonisch und pointiert, aber einfühlsam beschreibt der Film, wie der Umgang der sogenannten liberalen Bildungsbürger mit dem unteren Rand der Gesellschaft von Klischees belastet und durch Herablassung geprägt ist. Es wird gezeigt, mit welchem Galgenhumor die Menschen, die am Existenzminimum leben, ihr Leben meistern, aber auch mit welcher Skrupellosigkeit sie den Wohlfahrtsstaat ausnehmen. Die Unmöglichkeit der Liebe zwischen Tobias und Carola liegt nicht im offensichtlichen Tabu - ihre Behinderung «behindert» sie nicht - sondern in der scheinbar unüberwindbaren gesellschaftlichen Kluft zwischen den beiden. Ein weiteres Thema ist die Kirche, deren Bedeutung innerhalb dieser stark säkularisierten Gesellschaft, in der jeder sich selbst der Nächste ist, immer weiter schwindet.
In Skandinavien war die schräge Romanze ein phänomenaler Hit an den Kinokassen und wurde an verschiedenen internationalen Festivals ausgezeichnet.

Livia Millhagen als Carola, Jonas Karlsson als Tobias
Spielfilm · SE 2003
Der frisch gebackene Pastor Tobias will in einer heruntergekommenen Vorortsiedlung Gutes tun und gerät dabei von einer Bedrouille in die nächste. Als er sich in die resolute Rollstuhlfahrerin und Sozialhilfebezügerin Carola verliebt, ist das Chaos programmiert. Die schräge, schwarzhumorige schwedische Romanze «Miffo» erzählt pointiert von den Schwierigkeiten, die ein Sohn aus gutem Haus hat, als er sich dem realen Leben stellt. Seinen eigenen Vorurteilen und den Vorurteilen seiner Umgebung zum Trotz versucht er seine Ideale, seinen Glauben und schliesslich auch die Liebe über die Standesgrenzen hinweg zu retten.
Tobias ist 29 und wurde eben zum Pastor ernannt. Um endlich aus der Enge seines wohlbehüteten Elternhauses auszubrechen und das wahre Leben kennen zu lernen, zieht er in Untermiete zu seiner Exfreundin und nimmt voller Elan eine Stelle in einer heruntergekommenen Vorortsiedlung an. Dort ist die Kirche leer, die Moschee nebenan voll, und sein Vorgänger hat schon längst resigniert. Auch der Jungpriester muss bald schon feststellen, dass seine neuen Schäfchen nur wenig von protestantischer Seelsorge halten und ihn seine Herkunft nur schlecht auf das Leben inmitten randständiger Sozialhilfebezüger vorbereitet hat.
Gleich in der ersten Woche wird er von einer Bande Halbwüchsiger ausgeraubt und von diversen Bewohnern der Siedlung blossgestellt. Verständnis für seine Probleme kann er weder von seinen Eltern noch von seinen Freunden erwarten, die ihn wegen seiner Berufswahl schlicht einen «Miffo», einen Dummkopf, nennen. Er ist nahe daran aufzugeben, als er der ungestümen Zynikerin Carola begegnet. Sie raucht Ketten, lebt von Sozialhilfe und sitzt im Rollstuhl, aber ihre Lebenslust ist ansteckend. Tobias verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch dann krebst er auch schon wieder zurück, denn was würden seine Eltern zu einer solchen Beziehung sagen? Und missbraucht er mit dieser Verbindung nicht seine Stellung als Carolas Priester? Tobias' Zaudern verletzt Carola tief, und die grosse Liebe scheint zum Scheitern verurteilt.
Es geht in Daniel Lind Lagerlöfs Romanze «Miffo» um ein Art «culture clash» zwischen den Gesellschaftsschichten und um Vorurteile und Tabubrüche aller Arten. Das Branchenblatt Variety meint zum Film: «'Miffo' stellt die üblichen Klischees des Genres auf den Kopf, und was dabei herausgekommen ist, ist erfrischend und geht ans Herz.» Lakonisch und pointiert, aber einfühlsam beschreibt der Film, wie der Umgang der sogenannten liberalen Bildungsbürger mit dem unteren Rand der Gesellschaft von Klischees belastet und durch Herablassung geprägt ist. Es wird gezeigt, mit welchem Galgenhumor die Menschen, die am Existenzminimum leben, ihr Leben meistern, aber auch mit welcher Skrupellosigkeit sie den Wohlfahrtsstaat ausnehmen. Die Unmöglichkeit der Liebe zwischen Tobias und Carola liegt nicht im offensichtlichen Tabu - ihre Behinderung «behindert» sie nicht - sondern in der scheinbar unüberwindbaren gesellschaftlichen Kluft zwischen den beiden. Ein weiteres Thema ist die Kirche, deren Bedeutung innerhalb dieser stark säkularisierten Gesellschaft, in der jeder sich selbst der Nächste ist, immer weiter schwindet.
In Skandinavien war die schräge Romanze ein phänomenaler Hit an den Kinokassen und wurde an verschiedenen internationalen Festivals ausgezeichnet.
Zweikanalton de / sv
| Mit |
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| Regie: | |
| Drehbuch: | |
| Musik: | |
| Kamera: |



