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TV-Programm 16. Mai 2010
 

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2010-05-16T23:31:33+02:00 2010-05-17T00:16:30+02:00

Laufzeit: 45' · VPS: 23:25

Stars: Barto / Chopin - Tzimon Barto - Mein Chopin

(Tzimon Barto - Mein Chopin)
Unter den grossen Komponisten hat sich Chopin (1810 bis 1849) in genialer Weise auf die Klaviermusik spezialisiert. Kein einziges Werk hat er komponiert, in dem «sein» Instrument, das Klavier, nicht mitspielt. Ausser den beiden Klavierkonzerten schuf er keine anderen Werke für Orchester. Chopin brauchte die relative Überschaubarkeit des Klaviers, damit sich sein immenser Einfallsreichtum entfalten konnte. So lag ihm auch wenig an einem grossen Publikum. Er bevorzugte die halb-öffentliche Sphäre der Salons und seine Tätigkeit als Klavierpädagoge. Zu seinen wenigen Auftritten in grossen Konzertsälen musste er in seinen letzten Jahren mühsam überredet werden.

Ganz anders der US-amerikanische Pianist Tzimon Barto: Der Kontrast zu Chopin könnte auf den ersten Blick grösser kaum sein. Bartos Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach bis hin zur zeitgenössischen Musik. Er hat eine ausgeprägte Vorliebe für Raritäten und gibt sie in den grössten Konzerthäusern der Welt zum Besten. Jede einzelne Interpretation erarbeitet er aus seiner Sensibilität für die unterschiedlichsten Kunstformen heraus. Denn neben seiner musikalischen Karriere pflegt er auch die eines Schriftstellers.

Und doch fühlt sich der Pianist trotz der augenscheinlichen Unterschiede enorm zum Geist und zur Musik Chopins hingezogen. Vor allem dessen «24 Préludes» schaffen eine enge Beziehung zu Bartos eigenem Wesen. Ihr Rhythmus und ihre Struktur, ihre vielfältigsten Nuancen in den Kontrasten und Stimmungen führen Tzimon Barto ins eigene Innere, wie der Film zeigt.
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Der Pianist Tzimon Barto

Kultur · US 2010

Anlässlich des 200. Geburtstages von Frédéric Chopin zeigt «Stars» das Doppelporträt «Tzimon Barto - Mein Chopin» von Andreas Morell. Tzimon Barto ist eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten am Piano: Der US-Amerikaner spricht fünf Sprachen fliessend, lernt gerade Mandarin und Persisch, schreibt Gedichte sowie Prosastücke und spielt Klavier auf Weltniveau - er könnte dank Bodybuilding seinen Flügel vermutlich locker schultern.

Unter den grossen Komponisten hat sich Chopin (1810 bis 1849) in genialer Weise auf die Klaviermusik spezialisiert. Kein einziges Werk hat er komponiert, in dem «sein» Instrument, das Klavier, nicht mitspielt. Ausser den beiden Klavierkonzerten schuf er keine anderen Werke für Orchester. Chopin brauchte die relative Überschaubarkeit des Klaviers, damit sich sein immenser Einfallsreichtum entfalten konnte. So lag ihm auch wenig an einem grossen Publikum. Er bevorzugte die halb-öffentliche Sphäre der Salons und seine Tätigkeit als Klavierpädagoge. Zu seinen wenigen Auftritten in grossen Konzertsälen musste er in seinen letzten Jahren mühsam überredet werden.

Ganz anders der US-amerikanische Pianist Tzimon Barto: Der Kontrast zu Chopin könnte auf den ersten Blick grösser kaum sein. Bartos Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach bis hin zur zeitgenössischen Musik. Er hat eine ausgeprägte Vorliebe für Raritäten und gibt sie in den grössten Konzerthäusern der Welt zum Besten. Jede einzelne Interpretation erarbeitet er aus seiner Sensibilität für die unterschiedlichsten Kunstformen heraus. Denn neben seiner musikalischen Karriere pflegt er auch die eines Schriftstellers.

Und doch fühlt sich der Pianist trotz der augenscheinlichen Unterschiede enorm zum Geist und zur Musik Chopins hingezogen. Vor allem dessen «24 Préludes» schaffen eine enge Beziehung zu Bartos eigenem Wesen. Ihr Rhythmus und ihre Struktur, ihre vielfältigsten Nuancen in den Kontrasten und Stimmungen führen Tzimon Barto ins eigene Innere, wie der Film zeigt.

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