SF Schweizer Fernsehen - Navigation

Inhalt
TV-Programm 09. Februar 2012
 

20:05

bis

20:57

2012-02-09T20:05:25+01:00 2012-02-09T20:57:33+01:00

Laufzeit: 52' · VPS: 20:05

DOK

Drama am Gauligletscher

(Absturz am Gauligletscher)
Vier Tage dauert die fieberhafte Suche der Allierten nach dem Absturzort, bis er schliesslich durch ein Funksignal in Meiringen im Berner Oberland geortet wird. Die Nachricht verbreitet sich schnell. US-Militärs invadieren das Dorf und versuchen, mit Panzern den Gletscher zu erobern. Doch die Schweizer lassen sich durch die USA nicht beirren. Verärgert über die unkontrollierte Rettungsstrategie der Amerikaner erlassen sie ein Flugverbot für die Alliierten und entwerfen eigene, handfeste Rettungspläne.



Aus geringer Höhe werfen sie treffsicher Hilfsgüter ab, und innert kürzester Zeit haben sie Freiwillige für einen Rettungstrupp rekrutiert. Bei extremen Wetterbedingungen machen sich einheimische Bergführer mit einfachster Ausrüstung auf den Weg und erreichen nach 15stündigem Aufstieg erschöpft die Absturzstelle. Während unten im Dorf die US-Panzer im Schnee stehen, setzen zwei Schweizer Piloten aufs ganze: Sie landen mit zwei Fieseler Störchen auf Kufen auf dem Gletscher und fliegen die verletzten Passagiere sicher ins Tal. Die Amerikaner staunen über das effiziente Vorgehen, und die Begeisterung in der Weltpresse ist gross. Mit dieser einmaligen Aktion ist den Schweizern nicht nur die erste Hochgebirgsrettung aus der Luft gelungen, sie bedeutete zugleich die Geburtsstunde der Rega.



Der Absturz der Dakota und die damit verbundene Invasion der US-Amerikaner der Schweiz ist erstmals in einem umfassenden Dokumentarfilm aufgearbeitet worden. Auf der einen Seite stand die kleine Schweiz, die mit Image-Problemen der Nachkriegszeit zu kämpfen hatte und plötzlich während ein paar Tagen als Nation der Berghelden international positive Schlagzeilen machte. Auf der anderen Seite standen die USA, eine der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs, deren GIs in ihren Ferien mit Kaugummis, Nylonstrümpfen und selbstbewusstem Auftreten den Schweizer Frauen die Köpfe verdrehten, die aber bei der Rettung ihrer Generäle und deren Gattinnen versagten und kleinlaut wurden.



«Drama am Gauligletscher» bettet diese spektakuläre Rettungsaktion ins damalige politische Umfeld ein und lässt sie von amerikanischen und schweizerischen Zeitzeugen kommentieren. Die Gegensätze ihrer Sichtweisen und Interpretationen, kombiniert mit den Elementen der Aktions- und Situationskomik, welche die Geschichte in sich birgt, garantieren einen Film, der ein Stück Schweizer Geschichte auf unterhaltsame Art lebendig macht.



«Drama am Gauligletscher» hat viele emotionale Höhepunkte und spannende Handlungsbögen, die sich mit dem reichlich vorhandenen Archivmaterial zu einer historisch interessanten und hoch emotionalen Dokumentation mit einem Happy End zusammenfügen. Ergänzt werden diese Aufnahmen mit hochwertigen Reenactments zu ausgewählten Szenen der Geschichte.
SF 1 b121f913-a73e-480f-9ec2-5ad3705d5927
Überlebende Alice McMahon

(Copyright SRF)

Für Hörgeschädigte

Kultur · CH 2011

19. November 1946, Nachkriegszeit in Europa. Eine Dakota mit US-Generälen, ihren Gattinnen und einem Mädchen an Bord startet von Wien in Richtung Pisa. Ein Sturm treibt die C-53 über die Schweizer Alpen ab. Wie ein Wunder umfliegt der Pilot orientierungslos die Bergspitzen, bis die Maschine auf dem Gauligletscher abstürzt und die bisher spektakulärste Alpenrettung auslöst.

Vier Tage dauert die fieberhafte Suche der Allierten nach dem Absturzort, bis er schliesslich durch ein Funksignal in Meiringen im Berner Oberland geortet wird. Die Nachricht verbreitet sich schnell. US-Militärs invadieren das Dorf und versuchen, mit Panzern den Gletscher zu erobern. Doch die Schweizer lassen sich durch die USA nicht beirren. Verärgert über die unkontrollierte Rettungsstrategie der Amerikaner erlassen sie ein Flugverbot für die Alliierten und entwerfen eigene, handfeste Rettungspläne.



Aus geringer Höhe werfen sie treffsicher Hilfsgüter ab, und innert kürzester Zeit haben sie Freiwillige für einen Rettungstrupp rekrutiert. Bei extremen Wetterbedingungen machen sich einheimische Bergführer mit einfachster Ausrüstung auf den Weg und erreichen nach 15stündigem Aufstieg erschöpft die Absturzstelle. Während unten im Dorf die US-Panzer im Schnee stehen, setzen zwei Schweizer Piloten aufs ganze: Sie landen mit zwei Fieseler Störchen auf Kufen auf dem Gletscher und fliegen die verletzten Passagiere sicher ins Tal. Die Amerikaner staunen über das effiziente Vorgehen, und die Begeisterung in der Weltpresse ist gross. Mit dieser einmaligen Aktion ist den Schweizern nicht nur die erste Hochgebirgsrettung aus der Luft gelungen, sie bedeutete zugleich die Geburtsstunde der Rega.



Der Absturz der Dakota und die damit verbundene Invasion der US-Amerikaner der Schweiz ist erstmals in einem umfassenden Dokumentarfilm aufgearbeitet worden. Auf der einen Seite stand die kleine Schweiz, die mit Image-Problemen der Nachkriegszeit zu kämpfen hatte und plötzlich während ein paar Tagen als Nation der Berghelden international positive Schlagzeilen machte. Auf der anderen Seite standen die USA, eine der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs, deren GIs in ihren Ferien mit Kaugummis, Nylonstrümpfen und selbstbewusstem Auftreten den Schweizer Frauen die Köpfe verdrehten, die aber bei der Rettung ihrer Generäle und deren Gattinnen versagten und kleinlaut wurden.



«Drama am Gauligletscher» bettet diese spektakuläre Rettungsaktion ins damalige politische Umfeld ein und lässt sie von amerikanischen und schweizerischen Zeitzeugen kommentieren. Die Gegensätze ihrer Sichtweisen und Interpretationen, kombiniert mit den Elementen der Aktions- und Situationskomik, welche die Geschichte in sich birgt, garantieren einen Film, der ein Stück Schweizer Geschichte auf unterhaltsame Art lebendig macht.



«Drama am Gauligletscher» hat viele emotionale Höhepunkte und spannende Handlungsbögen, die sich mit dem reichlich vorhandenen Archivmaterial zu einer historisch interessanten und hoch emotionalen Dokumentation mit einem Happy End zusammenfügen. Ergänzt werden diese Aufnahmen mit hochwertigen Reenactments zu ausgewählten Szenen der Geschichte.