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TV-Programm 10. Februar 2010
 

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2010-02-10T00:37:07+01:00 2010-02-10T02:17:02+01:00

Laufzeit: 1h 40' · Wiederholung vom 08.02.2010 · VPS: 00:40

Delikatessen Late

The Proposition - Tödliches Angebot

(The Proposition)
Australien im 19. Jahrhundert. Der fünfte Kontinent dient dem britischen Empire hauptsächlich als Strafkolonie. Einer der Aufpasser ihrer Majestät, die hier in der Wüste, am Ende der Zivilisation, ihren Dienst versehen, ist Captain Stanley (Ray Winstone). Zusammen mit seiner Frau Martha (Emiliy Watson) versucht er dem dumpfen Sadismus seiner Fusssoldaten wie auch dem rassistischen Gehabe brutaler Kolonialisten wie Eden Fletcher (David Wenham) gegenzuhalten. Eine hoffnungslose Mission. Als ihm und seinen Männern nach einem heftigen Gefecht die Festnahme der Brüder Charlie (Guy Pearce) und Mike (Richard Wilson) von der blutrünstigen Burns-Bande gelingt, macht er dem Älteren ein Angebot: Beide werden begnadigt und vom Galgen verschont, sollte es Charlie gelingen, den ältesten und brutalsten Bruder der Burns-Gang, Arthur (Danny Huston), in seinem Versteck im Outback aufzutreiben und zu töten. Ist er allerdings bis in fünf Tagen nicht erfolgreich von seiner Mission zurückgekehrt, wird Mike am Weihnachtstag aufgeknüpft. Charlie entschliesst sich für den Brudermord und reitet los. Sadistische Polizisten und lynchwütige Bürger fühlen sich nicht an Stanleys Abmachung gebunden und drängen darauf, Mike lieber heute als morgen zu exekutieren. Charlie auf der anderen Seite verliert, je weiter er in der lebensfeindlichen Wüste vorankommt, das eigentliche Ziel seiner Mission aus den Augen.

Die beiden Australier John Hillcoat und Nick Cave arbeiteten für «The Proposition - Tödliches Angebot» nach «Ghosts... of the Civil Dead» (1988) bereits zum zweiten Mal zusammen. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre, und während Cave mit seiner Band «The Bad Seeds» als Musiker weltweit Kultstatus erlangte, hielt sich Hillcoat während dieser Zeit hauptsächlich mit dem Drehen von Musikvideos (unter anderem für «Einstürzende Neubauten», «Depeche Mode» oder «Muse») über Wasser. Der Erfolg des Aussi-Westerns «The Proposition» gab Hillcoats Kinokarriere einen zweiten Kick, und für dieses Jahr wird die mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Endzeitfabel «The Road» (nach einem Roman von Cormac McCarthy) mit Viggo Mortensen erwartet. Das Drehbuch für «The Proposition» trägt unverkennbar die Handschrift von Nick Cave. Der Musiker versammelte hier all die Themen, die seit Anbeginn der Karriere seine Lieder und Romane geprägt haben: Die biblische Geschichte vom Brudermord, Sehnsucht nach Erlösung, Apokalypse, Verrat, Höllenvisionen und unmögliche Liebesgeschichten. Der australische Outback verströmt keinerlei touristischen Glamour. Die Europäer, die hier fernab der Zivilisation ein karges Leben fristen, fühlen sich in der Hölle gefangen, und dementsprechend dumpf und verbohrt geben sie sich. Grenzenlos ist allenfalls ihr Hass gegen die Ureinwohner. Es fehlt aber auch an Respekt gegenüber den Nächsten, Selbstachtung ist ein Fremdwort. Auch jene, welche wie Captain Stanley dem Stumpfsinn entgegenhalten wollen, werden schliesslich von der allgegenwärtigen Gewalt weggefegt. Ray Winstone, einer der eindrücklichsten britischen Kinoschauspieler der letzten Jahre («The Departed»), spielt diese gebrochene Gestalt mit eindrücklichem Understatement. Seine Gegenspieler werden verkörpert von Guy Pearce («Memento») und Danny Huston («The Constant Gardener»), die als Burns-Brüder den Familienkonflikt als apokalyptisches Scherbengericht regeln. In der Rolle von Stanleys gefühlskranker Ehefrau Martha überzeugt die Britin Emily Watson, die mit Hauptrollen in Filmen wie «Breaking the Waves» oder «Red Dragon» international bekannt wurde.
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Fröhliche Weihnachten

Ray Winstone als Captain Stanley, Emily Watson als Martha Stanley

Zweikanalton

Spielfilm · AU/GB 2005

Australien, 19. Jahrhundert. Nach seiner Gefangennahme wird Bandit Charlie Burns von Captain Stanley vor die Alternative gestellt, entweder innerhalb von fünf Tagen seinen blutrünstigen älteren Gangsterbruder im Outback zu töten oder aber seinen jüngeren, ebenfalls einsitzenden Bruder dem Henker auszuliefern. Charlie entscheidet sich für den Mord. Drehbuch und Musik zum apokalyptischen Endzeitwestern «The Proposition - Tödliches Angebot» stammen von Nick Cave. Inszeniert hat die grimmige Fabel um Schuld und Sühne John Hillcoat mit Guy Pearce, Ray Winstone, Danny Huston und Emily Watson in den Hauptrollen. Das Schweizer Fernsehen zeigt «The Proposition - Tödliches Angebot» im Rahmen seiner «Delikatessen»-Reihe «Sundance Selection» exklusiv in Zweikanalton.

Australien im 19. Jahrhundert. Der fünfte Kontinent dient dem britischen Empire hauptsächlich als Strafkolonie. Einer der Aufpasser ihrer Majestät, die hier in der Wüste, am Ende der Zivilisation, ihren Dienst versehen, ist Captain Stanley (Ray Winstone). Zusammen mit seiner Frau Martha (Emiliy Watson) versucht er dem dumpfen Sadismus seiner Fusssoldaten wie auch dem rassistischen Gehabe brutaler Kolonialisten wie Eden Fletcher (David Wenham) gegenzuhalten. Eine hoffnungslose Mission. Als ihm und seinen Männern nach einem heftigen Gefecht die Festnahme der Brüder Charlie (Guy Pearce) und Mike (Richard Wilson) von der blutrünstigen Burns-Bande gelingt, macht er dem Älteren ein Angebot: Beide werden begnadigt und vom Galgen verschont, sollte es Charlie gelingen, den ältesten und brutalsten Bruder der Burns-Gang, Arthur (Danny Huston), in seinem Versteck im Outback aufzutreiben und zu töten. Ist er allerdings bis in fünf Tagen nicht erfolgreich von seiner Mission zurückgekehrt, wird Mike am Weihnachtstag aufgeknüpft. Charlie entschliesst sich für den Brudermord und reitet los. Sadistische Polizisten und lynchwütige Bürger fühlen sich nicht an Stanleys Abmachung gebunden und drängen darauf, Mike lieber heute als morgen zu exekutieren. Charlie auf der anderen Seite verliert, je weiter er in der lebensfeindlichen Wüste vorankommt, das eigentliche Ziel seiner Mission aus den Augen.

Die beiden Australier John Hillcoat und Nick Cave arbeiteten für «The Proposition - Tödliches Angebot» nach «Ghosts... of the Civil Dead» (1988) bereits zum zweiten Mal zusammen. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre, und während Cave mit seiner Band «The Bad Seeds» als Musiker weltweit Kultstatus erlangte, hielt sich Hillcoat während dieser Zeit hauptsächlich mit dem Drehen von Musikvideos (unter anderem für «Einstürzende Neubauten», «Depeche Mode» oder «Muse») über Wasser. Der Erfolg des Aussi-Westerns «The Proposition» gab Hillcoats Kinokarriere einen zweiten Kick, und für dieses Jahr wird die mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Endzeitfabel «The Road» (nach einem Roman von Cormac McCarthy) mit Viggo Mortensen erwartet. Das Drehbuch für «The Proposition» trägt unverkennbar die Handschrift von Nick Cave. Der Musiker versammelte hier all die Themen, die seit Anbeginn der Karriere seine Lieder und Romane geprägt haben: Die biblische Geschichte vom Brudermord, Sehnsucht nach Erlösung, Apokalypse, Verrat, Höllenvisionen und unmögliche Liebesgeschichten. Der australische Outback verströmt keinerlei touristischen Glamour. Die Europäer, die hier fernab der Zivilisation ein karges Leben fristen, fühlen sich in der Hölle gefangen, und dementsprechend dumpf und verbohrt geben sie sich. Grenzenlos ist allenfalls ihr Hass gegen die Ureinwohner. Es fehlt aber auch an Respekt gegenüber den Nächsten, Selbstachtung ist ein Fremdwort. Auch jene, welche wie Captain Stanley dem Stumpfsinn entgegenhalten wollen, werden schliesslich von der allgegenwärtigen Gewalt weggefegt. Ray Winstone, einer der eindrücklichsten britischen Kinoschauspieler der letzten Jahre («The Departed»), spielt diese gebrochene Gestalt mit eindrücklichem Understatement. Seine Gegenspieler werden verkörpert von Guy Pearce («Memento») und Danny Huston («The Constant Gardener»), die als Burns-Brüder den Familienkonflikt als apokalyptisches Scherbengericht regeln. In der Rolle von Stanleys gefühlskranker Ehefrau Martha überzeugt die Britin Emily Watson, die mit Hauptrollen in Filmen wie «Breaking the Waves» oder «Red Dragon» international bekannt wurde.

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