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02. April 2010
2010-04-02T16:21:10+02:00 2010-04-02T18:00:00+02:00 SF 1 a6e727c1-d130-4287-98c1-6c17007baf6e

16:20

bis

18:00

Die junge Meeresbiologin und begeisterte Taucherin Christine Winterborough (Natalie O'Hara) fährt zu ihrer geliebten Tante Holly (Maria Sebaldt), die einsam auf einem feudalen Landsitz in Cornwall lebt. Gleich bei ihrer Ankunft begegnet ihr der attraktive Jonathan Ashford (Patrik Fichte), der sich als Journalist auf Recherche vorstellt. Sie flirten, doch Christine, die gerade eine Enttäuschung hinter sich hat, fällt es schwer, sich auf einen neuen Mann einzulassen. Dann trifft sie ihre Jugendliebe Tim Marlowe (Jens-Peter Nuenemann) wieder, der nach einem Tauchunfall seines Vaters gemeinsam mit seiner Schwester Nancy eine Tauchschule betreibt. Tim, der dauernd in Geldnöten ist, freut sich, Christine wiederzusehen. Bei einem Tauchgang kommen sich die beiden näher. Auf einer Auktion treffen sie Jonathan Ashford wieder, der sich als Experte für alte Seekarten ausgibt. Niemand ahnt, dass Jonathan in Wirklichkeit ein verdeckter Ermittler der Marine ist und sich auf der Spur eines Hehlerrings befindet. Da er seine Identität nicht preisgeben darf, aber gleichzeitig eine starke Zuneigung zu Christine spürt, versucht er verzweifelt, ihr näher zu kommen. Doch durch ein unglückliches Missverständnis, scheint dies bald schon unmöglich, denn Christine ist überzeugt, dass Jonathan sie belügt. SF 1 zeigt «Rosamunde Pilcher - Tiefe der Gefühle» als Hörfilm mit Audiodeskription.
 
02. April 2010
2010-04-02T19:59:38+02:00 2010-04-02T22:01:28+02:00 SF 1 940e2e2c-da1d-442f-a85d-ed83d95623e9

20:00

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22:01

Einem Knecht, der den Kopf voll Wein und Schnaps hat, will der Bodenbauer (Heinrich Gretler) sein Vieh nicht anvertrauen. Das erfährt Uli (Hannes Schmidhauser) bei einem nächtlichen Gespräch auf der Bank vor dem Haus. Der Knecht, der als Waisenkind aufgewachsen ist, geht in sich. Auf dem Markt treffen sich wenig später der Bodenbauer und der eigenwillige Joggeli von der Glungge (Emil Hegetschweiler). Joggeli sucht einen Meisterknecht und bekommt guten Rat. Uli tritt zu Neujahr auf dem Glunggenhof an. Hier erwartet ihn allerdings wenig Freundlichkeit. Der Knecht (Max Haufler) will Ulis Pferd nicht in den Stall führen. In der Stube streitet sich Joggeli mit seinem Sohn Johannes (Erwin Kohlund) und dessen Frau Trinette (Stephanie Glaser). Nur die Glunggenbäuerin (Hedda Koppé) heisst Uli herzlich willkommen, und das uneheliche Vreneli (Liselotte Pulver), das hier im Dienst steht, zeigt ihm, wo er schlafen kann. Obwohl der Meister ihm kaum hilft, weiss Uli sich gegen zwei faule, bösartige Knechte durchzusetzen. Als sie absichtlich ein geladenes Fuder in den Graben fahren lassen, überspannen sie den Bogen und werden von Joggeli entlassen. Nicht nur der Glunggenbauer, sondern auch seine Tochter Elisi (Marianne Matti) merken allmählich, was in Uli steckt. Ungeniert sucht ihn Elisi für sich zu gewinnen. Doch Uli entdeckt, wie gut die Magd Vreneli zu ihm passen würde. Der in Burgdorf BE geborene Franz Schnyder (1910 bis 1993) kannte das Emmental wie seine Hosentasche. Und Jeremias Gotthelf, der Erzähler und Prediger aus Lützelflüh, war ihm geistesverwandt. So lag es nahe, dass die Gloriafilm sich an ihn wandte, als im Vorfeld von Gotthelfs 100. Todestag daran gedacht wurde, die erfolgreiche Radioserie «Uli der Knecht» auf die Leinwand zu bringen. Zusammen mit dem erfahrenen Autor Richard Schweizer und dem jungen Werner Düggelin schrieb Schnyder ein Drehbuch, das sich eng an die Vorlage hielt. Gotthelfs Denkweise blieb erhalten, die Dialoge wurden zum grossen Teil der Romanvorlage entnommen. Weil das knappe Budget teure Studiobauten nicht zuliess, wurde vor allem auf zwei alten Bauernhöfen in Wynigen und Eggiwil im Emmental gedreht. Emil Berna sorgte für kernige Bilder mit poetischem Touch. Und die populäre Besetzung (Hegetschweiler, Gretler, Rasser, Kohlund und so weiter) wurde aufgefrischt mit zwei jungen Hauptdarstellern: der Bernerin Liselotte Pulver, im deutschen Film bereits bekannt und gefragt, verkörperte das Vreneli, der aus Locarno gebürtige Hannes Schmidhauser war Uli. Für beide wurde «Uli der Knecht» zum Meilenstein ihrer Karriere.
 
11 Treffer
30. März 2010
2010-03-30T20:15:00+02:00 2010-03-30T21:45:00+02:00

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21:45

Die Geschworene
Für die gewissenhafte Hausfrau Hanni Winter ist die Tätigkeit als Geschworene in einem Prozess um einen Prostituiertenmord eine spannende Unterbrechung ihres Alltags. Nachdem mit nur einer Gegenstimme erfolgten Schuldspruch kehrt ihr Leben aber nicht in die gewohnten Bahnen zurück. Denn als sie von einer Freundin zufällig mit Ungereimtheiten in der Beweisführung konfrontiert wird, befallen Hanni zunehmend Zweifel, mit dem Zuhälter und ehemaligen Motorradrennfahrer Laszlo Varga den Richtigen ins Gefängnis gebracht zu haben. Sie beginnt, den Fall neu aufzurollen. Einer ihrer Mitgeschworenen, der Juryobmann und Zivilingenieur Hubert Öhler, steht Hanni nach anfänglicher Skepsis bald zur Seite. Stück für Stück kommen die beiden einem veritablen Justizskandal auf die Spur, der von falschen und erzwungenen Zeugenaussagen, fragwürdigen Alibis, vorenthaltenen Tatsachen und korrupten Polizisten bis zum Verdacht eines durch den Richter manipulierten Prozesses reicht. Auch von persönlichen Drohungen während der Recherchen lässt sich Hanni nicht beirren. Von Vargas Unschuld überzeugt, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um eine Wiederaufnahme des Prozesses zu erwirken. Als jedoch sämtliche legalen Mittel im Kampf um die Gerechtigkeit scheitern, fasst Hanni Winter einen Plan, den der einst schüchternen Hausfrau niemand zugetraut hätte. In dem Fernsehfilm "Die Geschworene" nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Zara spielt Christiane Hörbiger die Hauptrolle.
3sat 38014574

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31. März 2010
2010-03-31T11:30:00+02:00 2010-03-31T13:00:00+02:00

11:30

bis

13:00

03. April 2010
2010-04-03T02:45:18+02:00 2010-04-03T04:15:24+02:00

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04:15

Der neunte Tag
1941 werden im Konzentrationslager Dachau nahe München Geistliche verschiedener Konfessionen und Nationalitäten - von den anderen Häftlingen des KZ getrennt - zusammengefasst interniert. Obwohl die Gruppe der katholischen Priester mehr oder weniger die Unterstützung ihrer «Amtskirche» erhält und in einer umfunktionierten Kappelle auf dem Lagergelände Gottesdienste toleriert werden, bleiben auch sie vor massiven Anfeindungen und brutalen Übergriffen der SS-Schergen nicht verschont. Der belgische Priester Kremer (Ulrich Matthes) etwa muss hilflos mit ansehen, wie einem Mitinsassen der Takt eines Landserlieds mit dem Schürhaken auf den Kopf gehämmert, ein anderer wie Jesus an einem Kreuz aufgehängt wird. Dann erhält Kremer überraschend neun Tage «Urlaub», wird in seine Heimat zurückgeschickt und dort von einem undurchsichtigen Gestapo-Mann bearbeitet. Der junge Untersturmführer Gebhardt (August Diehl) versucht, den Priester für die Kirchenpolitik der Nazis zu gewinnen, damit dieser den renitenten luxemburgischen Bischof umstimmt. Kann Kremer den Hartnäckigen zur Kollaboration bewegen, muss er nicht zurück ins Konzentrationslager - andernfalls schon. Flieht er, werden sämtliche Insassen des sogenannten Pfarrerblocks in Dachau umgebracht. Volker Schlöndorffs Verarbeitung der Nazi-Gräuel basiert auf dem Tagebuch «Pfarrerblock 25487» des luxemburgischen Pfarrers Jean Bernard, der 1941/42 in Dachau interniert war und den zynischen Nazi-Terror protokollierte. In seinen Aufzeichnungen gibt es einen Eintrag über einen neuntägigen «Urlaub» in seiner Heimat - ohne Details oder Hintergründe. Der Film «Der neunte Tag» nützt diese Leerstelle für eine kühne Dramaturgie, um damit zu einer historischen Wahrheit vorzudringen. Ulrich Matthes verleiht der fiktiven Figur des Abbé Kremer abgemagert, mit eingefallenen Wangen und tief in den Höhlen liegenden Augen eine authentische Gestalt. Der Geistliche findet sich in einem gespenstischen Ringen zwischen Verantwortungsbewusstsein, Überlebenstrieb und theologisch-verdrehten Einflüsterungen des NS-Mannes wieder. Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma, seine eigene Haut zu retten, ohne einen Pakt mit dem Teufel zu schliessen? Der deutsche film-dienst sieht in «Der neunte Tag» ein gelungenes Beispiel für «eine historisch fundierte, fiktiv entwickelte Geschichte, die im Spiegel einer sorgsam rekonstruierten Historie von einem verbrecherischen Mördersystem, ihren Schergen und Opfern handelt, und dabei zugleich die Adressaten der Gegenwart im Auge hat. Das ist neben der dramaturgischen Geschlossenheit und der bezwingenden Ästhetik eine Leistung, die in diesem Genre eher die Ausnahme bleibt.»
SF 1 c2eed451-ba3c-4953-9489-d87ae1c9ddb4

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2010-04-03T21:50:08+02:00 2010-04-03T23:50:00+02:00

21:50

bis

23:50

Barfuss
Nick Keller (Til Schweiger) hätte eigentlich alles um sein Leben glücklich und erfolgreich meistern zu können: steinreiche Eltern, umwerfendes Aussehen und Grips in der Birne. Gleichwohl fällt er vor allem durch Renitenz auf und nichts auf der Welt würde ihn dazu bewegen, den Eltern nachzueifern und als reicher Spiesser das Leben eines Konsumzombies zu führen. Lieber hangelt er sich von 1-Euro-Job zu 1-Euro-Job. So kommt er eines Tages auch an eine psychiatrische Klinik, wo er als Lakai des Hausmeisters (Jürgen Vogel) die weiten Flure der Nervenheilanstalt zu fegen hat. Wie schon so oft wird Nick auch diesmal bereits nach 24 Stunden wieder vor die Tür gesetzt. Immerhin aber hat er an diesem Tag eine gute Tat vollbracht: Er hat die junge Leila (Johanna Wokalek) davor bewahrt, sich in der Dusche zu erhängen. Leila wurde fast zwei Jahrzehnte lang von ihrer Mutter von der Aussenwelt abgeschottet und ist deshalb unfähig, den hektischen Alltag ausserhalb der Klinik zu meistern. Zu ihrem Lebensretter fühlt sie sich aber sofort hingezogen, weshalb sie sich aus der geschlossenen Anstalt schleicht und ihrem geschassten Retter folgt. So hat Nick nun neben Geldsorgen auch noch ein anderes Problem: die barfüssige Leila läuft ihm einfach hinterher und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Bei Til Schweigers Märchen «Barfuss» konnte sich Der Spiegel insbesondere für Schauspielerin Johanna Wokalek erwärmen: «Wie ihre Leila durch strähnige Haare schielend die Welt entdeckt, kindlich lächelt oder plötzlich, ganz Frau, für ihre Liebe kämpft - das sind die Momente, die 'Barfuss‘ wirklich das Märchenhafte, Poetische verleihen, das sich Schweiger für seinen Film wünschte.» Frauenschwarm Schweiger, der sich seit seiner Rückkehr aus Hollywood vor allem auch um eine Karriere als Regisseur bemüht, gelang mit «Barfuss» ein zwar eher leichtgewichtiges, aber nichtsdestotrotz sympathisches Märchen um zwei Menschen, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft eine unerwartete Allianz bilden. Jeweils durch den anderen herausgefordert entdecken sie Seiten an sich, die allzulange verschüttet waren. Es ist auch nicht zu viel gesagt, wenn man verrät, dass der Gefühlsüberschuss schliesslich in Liebe münden wird. Das Hauptaugenmerk des Filmes gilt aber nicht Til Schweiger - der zuletzt als Nazi-Killer in Quentin Tarantinos «Inglourious Basterds» brillierte - sondern Darstellerin Johanna Wokalek, die mit «Barfuss» ihren eigentlichen Durchbruch feiern konnte. Zuletzt war sie als Gudrun Ensslin in «Der Baader Meinhof Komplex» sowie als Johanna von Ingelheim im Film «Die Päpstin» zu sehen gewesen.
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04. April 2010
2010-04-04T20:05:16+02:00 2010-04-04T22:05:10+02:00

20:05

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22:05

Uli der Pächter
Uli (Hannes Schmidhauser) ist inzwischen mit Vreneli (Liselotte Pulver) verheiratet und Vater eines Töchterchens. Als Pächter lebt er mit seiner Familie auf dem Glunggenhof, dessen Besitzer Joggeli (Emil Hegetschweiler) mit seiner Frau (Hedda Koppé) im Stöckli eingezogen ist. Der 100-jährige Kalender prophezeit ein schlechtes Jahr. Tatsächlich fällt die Ernte so dürftig aus, dass Uli am liebsten auf die Sichlete verzichten würde. Doch Vreneli stimmt ihn um. Pünktlich zum Zinstag finden sich auf der «Glungge» Joggelis Sohn Johannes (Erwin Kohlund) und der Tochtermann (Alfred Rasser) aus Basel ein, um ihren Anteil von der Pacht einzusacken. Im Wirtshaus vernimmt Uli, dass er einen Sohn bekommen hat. Auf Drängen der alten Glunggenbäuerin wird der reiche, aber ungeliebte Hagel-Hannes (Leopold Biberti) Pate des Stammhalters. Vom Taufessen läuft Uli vorzeitig weg, um einen Handel zu tätigen: Einem arglosen armen Mann verkauft er eine kranke Kuh. Bald darauf stirbt die Glunggenbäuerin. Vreneli beschwört Uli, vom bösen Kuhhandel zurückzutreten. Uli aber geht nicht darauf ein, weil er findet, dass Männer nicht schwach sein dürfen. Doch auf die schlechte Tat folgen schlechte Zeiten. Fast sieht es aus, als hätte Uli seinen Traum vom eigenständigen Bauern ausgeträumt. Franz Schnyder drehte «Uli der Pächter» 1955 im Emmental, zu grossen Teilen auf einem Bauernhof in Brechershäusern. Um seinem weitgehend ländlichen Publikum gerecht zu werden, filmte er nach eigenen Worten «gewissermassen mit den Augen eines Menschen, der selten ins Kino geht». Dank dem durchschlagenden Erfolg von «Uli der Knecht» war diesmal auch das Produktionsbudget höher. Das erlaubte eine bessere Pflege der Details, so etwa eine recht aufwendige Beerdigung der Glunggenbäuerin mit vielen Statisten oder eine technisch anspruchsvolle Unwetterszene. Zum grossen Aufgebot beliebter Schweizer Schauspieler, das schon «Uli der Knecht» attraktiv machte, kommen hier noch der markante Charakterdarsteller Hans Gaugler als betrogener kleiner Mann und der volkstümliche Boulevardstar Fredy Scheim als Müller hinzu. Hannes Schmidhauser (1926 bis 2000) stand als Hauptdarsteller auf der Höhe seiner Popularität. Liselotte Pulver verkörperte auch in «Uli der Pächter» die Frau des jungen Bauern. In ihrer Biografie «... wenn man trotzdem lacht» hält sie dazu lakonisch fest: «Vreneli, das zur tüchtigen, lebensfrohen Bauersfrau herangewachsen ist, aber pausenlos um ihren leichtsinnigen Uli bangen muss und ihn um ein Haar verliert, war eine meiner schwersten Rollen überhaupt.»
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Für Sehbehinderte Für Hörgeschädigte Schwarz/Weiss · Uli (Hannes Schmidhauser) ist inzwischen mit Vreneli (Liselotte Pulver) verheiratet und Vater eines Töchterchens. Als...mehr

10. April 2010
2010-04-10T21:47:35+02:00 2010-04-10T23:49:10+02:00

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23:49

Volver - Zurückkehren
Raimunda (Penélope Cruz) ist Mitte 30 und lebt in einem Madrider Arbeiterquartier. Während Raimunda schuftet, macht es sich ihr Ehemann Paco (Antonio de la Torre) im gemeinsamen Zuhause mit Bier und Fernseher gemütlich. Eines Tages liegt in der Küche Pacos Leiche. Ihre Tochter Paula (Yohana Cobo) hat ihn in Notwehr erstochen, weil er sie belästigte. Was nun? Mutter und Tochter schleppen den Leichnam in ein leer stehendes Restaurant, für das Raimunda im Namen eines Freundes einen Käufer sucht. Dort wird Paco erst einmal in der Tiefkühltruhe aufbewahrt. Die Entsorgung der Leiche hält Raimunda davon ab, in ihr Heimatdorf in La Mancha zum Begräbnis ihrer über alles geliebten Tante Paula (Chus Lampreave) zu fahren. Sole (Lola Dueñas), Raimundas Schwester, fährt alleine. Über Raimundas Abwesenheit wird heftig spekuliert. Als Sole nach Madrid zurückkehrt, muss sie feststellen, dass ihr eine alte Bekannte gefolgt ist: ihre Mutter Irene (Carmen Maura). Doch diese ist schon seit Jahren tot. Raimunda glaubt ihrer Schwester diese unglaubliche Geschichte nicht, bis sie selber vor der Mutter steht. La Mancha, derjenige Teil Spaniens, der es vor allem dank Don Quijote zu einiger Berühmtheit gebracht hat, ist die Heimat des spanischen Filmemachers Pedro Almodóvar. Während praktisch alle seine bisherigen Filme in Madrid spielten, begibt sich der Regisseur erstmals mit seinen Figuren aufs Land und kehrt damit zurück zu seinen Wurzeln, was sich auch im Filmtitel - zu Deutsch «Zurückkehren» - spiegelt. Nach den beiden Dramen «Hable con ella» und «La mala educación», in denen Männer im Vordergrund standen, widmet sich Almodóvar in «Volver» erneut - wie es für ihn typisch ist - einer Geschichte unter Frauen. Im Mittelpunkt der Frauengruppe, die drei Generationen umfasst, steht Raimunda, wunderbar verkörpert durch die spanische Schauspielerin Penélope Cruz, die damit nach «Carne trémula» und «Todo sobre mi madre» zum dritten Mal mit Almodóvar arbeitete. 2009 folgte ihr viertes gemeinsames Projekt, «Los abrazos rotos». Cruz verdankt ihre Karriere in den USA zu einem grossen Teil Almodóvar. Sie bewährte sich in den letzen Jahren in verschiedenen internationalen Produktionen, am überzeugendsten in Woody Allens «Vicky Cristina Barcelona», in dem sie an der Seite ihres Verlobten Javier Bardem eine Schauspielleistung hinlegte, die ihr mehrfache Auszeichnungen bescherte, unter anderem einen Oscar. Die tote Mutter Raimundas wird von Carmen Maura gespielt, die bereits in den allerersten Filmen von Almodóvar auftrat und zu seinen Musen gehört. Für Yohana Cobo war die Verkörperung der Tochter Raimundas die erste grosse Rolle. Die heute 25-Jährige gewann dafür an den Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Darstellerin. Ebenfalls in Cannes konnte Almodóvar die Goldene Palme für das beste Drehbuch entgegennehmen.
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Für Sehbehinderte Für Hörgeschädigte · Raimunda (Penélope Cruz) ist Mitte 30 und lebt in einem Madrider Arbeiterquartier. Während Raimunda schuftet, macht es...mehr

11. April 2010
2010-04-11T03:28:51+02:00 2010-04-11T05:20:00+02:00

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Volver - Zurückkehren
Raimunda (Penélope Cruz) ist Mitte 30 und lebt in einem Madrider Arbeiterquartier. Während Raimunda schuftet, macht es sich ihr Ehemann Paco (Antonio de la Torre) im gemeinsamen Zuhause mit Bier und Fernseher gemütlich. Eines Tages liegt in der Küche Pacos Leiche. Ihre Tochter Paula (Yohana Cobo) hat ihn in Notwehr erstochen, weil er sie belästigte. Was nun? Mutter und Tochter schleppen den Leichnam in ein leer stehendes Restaurant, für das Raimunda im Namen eines Freundes einen Käufer sucht. Dort wird Paco erst einmal in der Tiefkühltruhe aufbewahrt. Die Entsorgung der Leiche hält Raimunda davon ab, in ihr Heimatdorf in La Mancha zum Begräbnis ihrer über alles geliebten Tante Paula (Chus Lampreave) zu fahren. Sole (Lola Dueñas), Raimundas Schwester, fährt alleine. Über Raimundas Abwesenheit wird heftig spekuliert. Als Sole nach Madrid zurückkehrt, muss sie feststellen, dass ihr eine alte Bekannte gefolgt ist: ihre Mutter Irene (Carmen Maura). Doch diese ist schon seit Jahren tot. Raimunda glaubt ihrer Schwester diese unglaubliche Geschichte nicht, bis sie selber vor der Mutter steht. La Mancha, derjenige Teil Spaniens, der es vor allem dank Don Quijote zu einiger Berühmtheit gebracht hat, ist die Heimat des spanischen Filmemachers Pedro Almodóvar. Während praktisch alle seine bisherigen Filme in Madrid spielten, begibt sich der Regisseur erstmals mit seinen Figuren aufs Land und kehrt damit zurück zu seinen Wurzeln, was sich auch im Filmtitel - zu Deutsch «Zurückkehren» - spiegelt. Nach den beiden Dramen «Hable con ella» und «La mala educación», in denen Männer im Vordergrund standen, widmet sich Almodóvar in «Volver» erneut - wie es für ihn typisch ist - einer Geschichte unter Frauen. Im Mittelpunkt der Frauengruppe, die drei Generationen umfasst, steht Raimunda, wunderbar verkörpert durch die spanische Schauspielerin Penélope Cruz, die damit nach «Carne trémula» und «Todo sobre mi madre» zum dritten Mal mit Almodóvar arbeitete. 2009 folgte ihr viertes gemeinsames Projekt, «Los abrazos rotos». Cruz verdankt ihre Karriere in den USA zu einem grossen Teil Almodóvar. Sie bewährte sich in den letzen Jahren in verschiedenen internationalen Produktionen, am überzeugendsten in Woody Allens «Vicky Cristina Barcelona», in dem sie an der Seite ihres Verlobten Javier Bardem eine Schauspielleistung hinlegte, die ihr mehrfache Auszeichnungen bescherte, unter anderem einen Oscar. Die tote Mutter Raimundas wird von Carmen Maura gespielt, die bereits in den allerersten Filmen von Almodóvar auftrat und zu seinen Musen gehört. Für Yohana Cobo war die Verkörperung der Tochter Raimundas die erste grosse Rolle. Die heute 25-Jährige gewann dafür an den Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Darstellerin. Ebenfalls in Cannes konnte Almodóvar die Goldene Palme für das beste Drehbuch entgegennehmen.
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Für Sehbehinderte Für Hörgeschädigte · Raimunda (Penélope Cruz) ist Mitte 30 und lebt in einem Madrider Arbeiterquartier. Während Raimunda schuftet, macht es...mehr

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Sternenberg
Franz ist schockiert. Denn dass die Schule geschlossen wird und somit die Lehrerin ihre Stelle verliert, hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung. Franz hat ein Geheimnis: Die Lehrerin, Eva, ist seine Tochter. Nur traut er sich nicht, ihr zu sagen, dass er ihr Vater ist. Denn Eva betont immer wieder, ihr Vater sei ein «Arschloch» gewesen, der sich nie für seine Familie interessiert hat. Sie würde ihn nicht kennen lernen wollen, auch wenn sie könnte. Um Eva zu helfen und ihr auf anderem Wege etwas näher zu kommen, entschliesst sich Franz, die Schule zu retten - und zwar auf ungewöhnliche Weise: Er lässt sich als Schüler eintragen mit der Begründung, er habe als Kind nicht die volle Schulzeit absolviert. Er wolle jetzt sein «Recht auf Bildung» einfordern. Der Trick scheint zu funktionieren. Nun ist die Mindestzahl der Schüler wieder erreicht, die es braucht, damit die Schule weiterhin finanziert wird. Franz geht zusammen mit den Kindern zur Schule. Und er kommt so auch Eva, die am Anfang sehr abweisend reagiert, immer näher. Doch bis er ihr sagen kann, wer er wirklich ist, muss noch viel geschehen.
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