Footballer Brandon Lang (Matthew McConaughey) gilt als grosse Nachwuchshoffnung. Nach einer komplizierten Verletzung will ihn allerdings keine Mannschaft mehr, und so landet der ehemalige Profispieler im Telefonmarketing. Dort beginnt er seinen Kunden Tips für Sportwetten abzugeben und wird durch eine Trefferquote von 80 Prozent bald bekannt in der Szene. Deswegen wird der Wett-Tycoon Walter Abrams (Al Pacino) auf ihn aufmerksam und holt ihn nach New York. Abrams hat unter anderem eine eigene Fernsehshow und scheffelt Geld, indem er die Spieler, die anrufen, nicht für die Tips zahlen lässt, sondern jeweils zehn Prozent ihres Gewinnes einsackt.
Brandons hohe Trefferquote verspricht ein noch lukrativeres Geschäft. So baut der hyperaktive Exspieler und Exalkoholiker Abrams den jungen Exprofi als Kunstfigur John Anthony zum neuen Star der Branche auf. Die beiden holen grosse Kunden an Land und scheffeln das schnelle Geld, doch bald beginnt dem Jung-Star die Rolle über den Kopf zu wachsen. Er hebt ab und kritzelt die Tips nur noch zwischen Golfplatz und Nachtclub auf ein Stück Papier. Eine Pechsträhne beginnt.
«Das schnelle Geld» ist weder reiner Sport- noch reiner Wettbürofilm, sondern ein kapitalistisches «morality play», eine Charakterstudie über Leute, die das schnelle Geld scheffeln wollen. Wie bereits in «The Devil's Advocate» mimt dabei Al Pacino einen bereits vollkommen amoralischen Paten, der einen jungen Mann unter die Fittiche nimmt und ihn sozusagen zum Pakt mit dem Teufel überredet. In «The Devil's Advocate» mit Keanu Reeves ging es um die Rechtsprechung; «Das schnelle Geld» spielt im dicken Geschäft der Sportwetten, und Al Pacino kümmert sich darin um den «sexiest man alive», um Matthew McConaughey.
Die Rolle des hyperaktiven, leicht verkommenen, aber charmanten Wett-Tycoons Abrams ist dem Ocar-gekrönten New Yorker Schauspieler Al Pacino auf den Leib geschrieben. US-Kritikerpapst Roger Ebert war jedenfalls entzückt: «In D.J. Carusos 'Two for the Money' kann man Al Pacino dabei zusehen, wie er das Spielen geniesst.»