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24. Mai 2012
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Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
Im Jahr 1738 bringt eine Mutter auf dem Pariser Fischmarkt, «dem allerstinkendsten Ort des gesamten Königreichs», zwischen Unrat und Abfällen ein Kind namens Jean-Baptiste Grenouille zur Welt. Der Vater ist unbekannt, die Mutter landet bald nach der Geburt wegen versuchten Kindsmordes auf dem Schafott. Grenouilles (Ben Whishaw) Leidensweg führt sodann vom Waisenhaus über die Anstellung in einer elenden Gerberei ins Geschäft des Parfumeurs Baldini (Dustin Hoffman). Dieser erkennt bei Grenouille ein ausserordentliches Talent: einen Geruchssinn, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Der Knabe, den der alte Parfumeur als Lehrling engagiert, ist besessen von Gerüchen. Dabei ist ihm der Duft der holden Weiblichkeit das Begehrenswerteste überhaupt, weshalb Grenouille der absonderlichen Idee verfällt, diesen Geruch in eine aufbewahrbare Form, ein ultimatives Parfum, zu bringen. Von Baldini in die Technik der Extraktion des Blumenduftes eingeführt beginnt der Geselle alsbald damit, den schönsten Frauen der Stadt, nachdem er sie getötet hat, ihren Geruch zu rauben. Das Sammeln dieser Schönheit macht Grenouille zum Massenmörder, dessen Wahn elf Frauen zum Opfer fallen. Schliesslich erkennt Jean-Baptiste in Laura (Rachel Hurd-Wood), der wunderschönen Tochter des Adligen Richi (Alan Rickman), jene Frau, die ihm zur Vervollkommnung seiner perfekten Mixtur noch fehlt. Der seltsame Serienmörder legt sich auf die Lauer und wartet auf einen günstigen Augenblick. Lange Zeit galt Patrick Süskinds 1985 verfasster Bestellerroman «Das Parfum» als nicht verfilmbar. Die Namen von Stanley Kubrick, Ridley Scott, Milos Forman oder Martin Scorsese wurden zwar mit schöner Regelmässigkeit als mögliche Regisseure für eine Verfilmung in die Diskussionsrunde geworfen, doch scheiterte jeder dieser Versuche bereits im Anfangsstadium. Schliesslich nahm sich der deutsche Produzent Bernd Eichinger, der am 24. Januar 2011 im Alter von 61 Jahren verstarb, des Projekts an. Er hatte 1986 bereits Umberto Ecos Erfolgsroman «Der Name der Rose» auf die Leinwand gebracht. Als Regisseur wählte er mit Tom Tykwer («Drei») jenen Mann, der seit eigenwilligen Filmen wie «Lola rennt» als der Künstler unter Deutschlands neuer Filmerelite galt. Sein Zugang zu Süskinds Roman ist denn auch geprägt von ungewöhnlichen visuellen Einfällen und dem Versuch, den Geruch, das heisst die sinnliche Komponente der literarischen Vorlage, in Bilder zu übersetzen. Gleichwohl meinte der deutsche «Film-Dienst» kritisch, dass Tykwer mit «'Das Parfum' spektakuläres Kommerz-Kino, kein Kunst-Film, sondern publikumswirksames Kunstgewerbe auf bemerkenswertem Niveau» gelungen ist. Der damals ausserhalb von England noch weitgehend unbekannte Theaterschauspieler Ben Wishaw (geboren 1980) konnte inzwischen in zwei weiteren grossen Kostümfilmen «Brideshead Revisited» und Jane Campions «Bright Star» beweisen, dass er auch zum romantischen Helden taugt.
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Dolby Digital Für Sehbehinderte HD Für Hörgeschädigte · Im vorrevolutionären Frankreich geht der Serienkiller Jean-Baptiste Grenouille um. Der Einzelgänger nimmt die Welt...mehr

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NETZ NATUR
Hans Conrad Escher von der Linth, ein gefeiertes und verehrtes Zürcher Multitalent des 19. Jahrhunderts, würde sich wohl im Grabe umdrehen: Was der Pionier als gefeierter Ingenieur geschafft hatte, die Eindämmung und Begradigung der Linth zwischen Walensee und Zürichsee, wird heute mit Baggern aufgebrochen und teilweise rückgängig gemacht. Gewinnen soll die Natur, die man einst so vehement bekämpft hatte. Seltene Pflanzen und Vogelarten, Reptilien, Amphibien und Fische kehren zurück. Und selbst Säugetiere wie Iltis und Biber werden wieder heimisch. All das ist Teil einer dramatischen Geschichte über das Wechselspiel zwischen Mensch und Natur im Laufe der Zeit: Dass die Flüsse der Linthebene den Menschen vor 250 Jahren plötzlich Ungemach bereitet hatten, war selbstverschuldet. Durch massives Abholzen der Wälder in den umliegenden Bergen schwollen die Wassermassen immer wieder derart an, dass die Wasserkraft den Flusskies, das Geschiebe, anhäufte. Dieses Geschiebe behinderte den Abfluss und setzte die Ebene zwischen Walensee und Zürichsee immer wieder unter Wasser. Landverlust und die Verbreitung von Krankheiten waren die Folge. Da erschien Escher von der Linth als grosser Retter, als er die Flüsse im sogenannten Linthwerk in seine Schranken wies und das Land rundum trockenlegte und nutzbar machte. Nicht nur in der Linthebene wird heute Umgebungsland wieder der natürlichen Dynamik der Flüsse ausgesetzt, sondern auch anderswo im Land: Die Aare im Wasserschloss des Kantons Aargau oder die Thur in den Kantonen Thurgau und Zürich sind nur zwei von vielen. So will es auch das Gesetz: Der Schutz des Menschen vor Hochwassern soll mit der Natur und nicht gegen sie erreicht werden. Und es sollen wieder natürliche Flusslandschaften mit reicher Artenvielfalt entstehen. Dem Wasser Raum geben, wenn es diesen braucht, heisst die Devise, denn bei mächtigen Hochwassern vergangener Jahrzehnte hatten selbst hohe Dämme schlimme Schäden nicht verhindern können. Daraus hat man gelernt und schafft heute Flächen, welche die Flüsse bei Hochwasser überschwemmen und sich ohne Schäden verlaufen sollen. Als willkommene Begleiterscheinung gibt das der Natur Gelegenheit, sich in unerwarteter Vielfalt zu entwickeln. «NETZ NATUR» beobachtet diesen Prozess mit der Kamera und lädt zu eindrücklichen Naturspektakeln am Flussufer ein: Zum ungleichen Nachtgesang von Nachtigall und Laubröschen, zum Morgenkonzert der Singvögel oder zum Laichreigen der Fische. Besuche auf den Baustellen der Biber, die auch zu Konflikten führen, oder an der Nesthöhle der Eisvögel werden zum Erlebnis. Selbst in jedem unscheinbaren runden Kieselstein auf der Schotterbank steckt ein Geheimnis. So wird deutlich, wie viel Natur in den Auenwäldern gleich vor der Haustür wieder aufblüht.
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HD Für Hörgeschädigte · Bagger brechen die Dämme von Flüssen, welche die Vorfahren vor 200 Jahren mit grösster Mühe gebändigt hatten....mehr

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